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Informationsblatt

Informationsblatt der Freiwilligen Feuerwehr der Bergringstadt Teterow
vom 9. November 2018



1. Auf ein ehrliches Wort


Ein Arbeitgeber hat in erster Linie die Belange seines Betriebes vor Augen. Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr will seiner gesetzlichen Pflicht folgen, an Einsätzen teilzunehmen. Dies führt häufig zu Interessenkonflikten. Ein Betrieb hat Aufträge abzuarbeiten und Kunden zu betreuen und kann nicht immer das – wenn auch nur vorrübergehende – Fehlen eines Arbeitnehmers verkraften. Zwar steht dem Arbeitgeber die Erstattung des Verdienstausfalles zu, jedoch deckt dies nicht unbedingt alles ab. Insbesondere, wenn wichtige Aufträge liegen bleiben und dadurch Auftraggeber und Kunden verärgert werden können.

Diese Probleme sind uns gut bekannt und sind in vielen Fällen auch nachvollziehbar. Ebenso haben wir Verständnis für unsere Kameradinnen und Kameraden, wenn sie davon absehen, auf die gesetzlich geregelte Arbeitsbefreiung zu bestehen, damit sie keinerlei Nachteile an ihrem Arbeitsplatz erleiden. Letztlich verdient jeder von uns „sein Brot“ an seinem Arbeitsplatz und nicht bei der Feuerwehr.

Immer häufiger entscheiden sich aber ehrenamtliche Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren aus beruflichen Gründen zum Austritt. Vielfach spielen dann auch Freistellungsprobleme am Arbeitsplatz eine Rolle. Somit nimmt die Einsatzbeteiligung, insbesondere tagsüber an Werktagen, deutlich ab, da dann die meisten unserer Mitglieder ihrem Beruf nachgehen und keine Möglichkeit sehen ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Dies beeinträchtigt stark die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft unserer Feuerwehr – und damit die Sicherheit der Bürgerinnen, Bürger, aller Betriebe und Einrichtungen in der Bergringstadt Teterow.

Die zunehmenden Freistellungsprobleme am Arbeitsplatz führen jedoch weiter dazu, dass eine Freiwillige Feuerwehr immer mehr in personelle Engpässe kommt. Es besteht die Gefahr, dass sich diese Situation über die Jahre hinweg weiter verschärfen kann.



2. Gesetzliche Regelungen

Auch das soll hier nicht unter den Tisch gekehrt werden: Der Gesetzgeber hat für die Freistellung von Arbeitnehmern für den Einsatz- und Ausbildungsdienst klare Regelungen erlassen.

Diese Schutzvorschrift soll gewährleisten, dass die Einwohner einer Gemeinde oder eine Stadt ungehindert den im öffentlichem Interesse liegenden Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr ausüben können. Kein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr darf unter Hinweis auf seine Mitgliedschaft aus einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis entlassen werden, noch darf ihm aus diesem Grund gekündigt werden. Die Schutzvorschrift für die abhängige Tätigen erstreckt sich auch auf mittelbare Behinderungen im Dienstbetrieb und ungerechtfertigte Lohn- oder Gehaltsnachteile.

Der Anspruch auf Freistellung von der Arbeits- und Dienstleistung umfasst den Zeitraum von der Alarmierung zu einem Einsatz bis zu dem Zeitpunkt, in dem das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wieder arbeitsfähig zur Verfügung steht. Aus Fürsorgegründen des Arbeitgebers und des Unfallschutzes muss darauf geachtet werden, dass den Einsatzkräften nach einem Einsatz noch im Rahmen der einsatzbedingten Freistellung so viel Zeit zum Schlaf bzw. zur Erholung belassen wird, wie zur Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit erforderlich ist.

Aber auch die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr haben eine gesetzlich verankerte Pflicht, im Ernstfall der Allgemeinheit zu Diensten zu sein.



3. Vorteile für Arbeitgeber

Oft werden leider nur Probleme wie Abwesenheit des Arbeitnehmers oder Verdienstausfall gesehen, wenn man sich aus Arbeitgebersicht das Engagement seines Angestellten vor Augen hält. Allerdings sollten auch folgende Punkte betrachtet werden, die auch für den Betrieb Vorteile bedeuten:


Feuerwehrmitglieder können sich auch im eigenen Betrieb aufgrund ihrer Ausbildung und Fachkenntnisse im vorbeugenden wie auch im abwehrenden Brandschutz einbringen, sei es beispielsweise bei der Unterrichtung von Kolleginnen und Kollegen über das Verhalten im Brandfall oder den Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen.

Durch die laufende Aus- und Weiterbildung qualifiziert sich ein Feuerwehrmitglied nicht nur für den Feuerwehrdienst. Oftmals machen sich die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel auch am Arbeitsplatz bezahlt.

Sollte es in Ihrem Betrieb zu einem Einsatz der Feuerwehr kommen, leistet ein Feuerwehrmitglied innerhalb der Belegschaft wertvolle Dienste. Denn er kennt die Vorgehensweise und Taktik der Feuerwehr wie auch die Gegebenheiten des Betriebes und kann somit unter Umständen den Einsatzerfolg begünstigen.

Wichtige Grundsätze im Feuerwehrdienst sind Kooperation, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit. Diese Eigenschaften werden heutzutage auch im Berufsleben geschätzt.

Feuerwehrmitglieder nehmen in der Regel weitere Funktionen und Verantwortungen wahr. Dies schult die organisatorischen Fähigkeiten. Ebenso wird auch bei der Feuerwehr von Führungskräften ein zielführender Umgang mit Untergebenden abverlangt. Auf diese Aufgaben werden angehende Führungskräfte wie beispielsweise Gruppen- und Zugführer oder Ausbilder entsprechend vorbereitet. Bei verschiedenen Lehrgängen nimmt insbesondere der pädagogische Bereich, Führungsstil und Ausbildungstechniken einen wichtigen Stellenwert ein. Diese erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten können sich auch im Berufsleben widerspiegeln und machen Ihre/n Angestellte/n wertvoller für den eigenen Betrieb.

Grundsätzlich hat es immer einen positiven Einfluss auf das Image eines Betriebes, wenn er Feuerwehrmitglieder bei ihrem Engagement für die öffentliche Sicherheit unterstützt.

Besonders engagierte Betriebe können sogar für die Auszeichnung als "Partner der Feuerwehr" vorgeschlagen werden.


4. Regelungen zum Verdienstausfall

Was ist nun, wenn der Arbeitnehmer während seiner Arbeitszeit an einem Einsatz teilgenommen hat? In diesen Fällen besteht nach dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz Mecklenburg - Vorpommern ein Anspruch auf Weiterzahlung des Lohnes bzw. Gehaltes durch den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wiederum hat gegenüber dem Träger der Freiwilligen Feuerwehr, also beispielweise der Stadt Teterow, einen Anspruch auf Erstattung des weitergezahlten Arbeitsentgeltes einschließlich der gezahlten Beiträge zur Sozialversicherung und an die Bundesagentur für Arbeit. Diese Regelung bezieht sich auf private Arbeitgeber, die die Erstattung beim Träger beantragen müssen.



5. Regelungen zum Erstattungsanspruch bei Unfällen oder
Krankheiten

Sollte sich ein Feuerwehrmitglied während seines Dienstes, sei es im Einsatz, beim Ausbildungsdienst oder einer anderen feuerwehrdienstlichen Veranstaltung verletzen oder eine auf den Feuerwehrdienst zurückzuführende Krankheit erleiden, hat er nach dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz Mecklenburg - Vorpommern einen Anspruch auf Versicherungsschutz. Der Verdienstausfall wird auch in diesen Fällen über den Träger der Feuerwehr erstattet.


6. Ansprechpartner

Falls Sie nähere Informationen zum Thema „Arbeitgeber und Freiwillige Feuerwehr Bergringstadt Teterow “ wünschen, würden wir uns über einen direkten Kontakt mit uns sehr freuen. Sprechen Sie bitte die jeweiligen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung oder direkt die Wehrführung der Bergringstadt Teterow an.





Bergringstadt Teterow Freiwillige Feuerwehr Bergringstadt Teterow

Der Bürgermeister Gemeindewehrführer
gez. Andreas Lange gez. Eckhard Kutnick
Marktplatz 1-3 Fischersteig 28
17166 Teterow 17166 Teterow

a.lange@teterow.de feuerwehr@teterow.de
Tel. 03996 12780 -12 Tel. 03996 – 172461 Handy 015116133307

NOTRUF

Notruf - 112 - Aber richtig !

Von wo auch immer Sie anrufen,
die richtige Notrufnummer zur nächsten Rettungsleitstelle ist: 112

Zur verbesserten und schnelleren Abfrage ist es notwendig zunächst den Notfallort zu nennen und danach auf die Fragen des Disponenten zu antworten.
Somit sind aus den bisher 5 Abfrage W´s nur noch 3 von Bedeutung:

Wo ist der Notfallort
Weitere Fragen der Leitstelle beantworten
Warten bis Gespräch durch Leitstelle beendet wird

Noch wichtiger ist es vor allem Ruhe zu bewahren und auf die Fragen der Einsatzbearbeiter klar und deutlich zu antworten. Nur so können die richtigen Mittel eingesetzt und der Notfallort schnell gefunden werden.

Bergring 2017

Danke Jan !!!
Jan Boyko Bergringfan aus Dorf Mecklenburg
spendete 100,00 € für unseren Feuerwehrverein.
Auf diesem Wege noch einmal recht herzlichen DANK!