Großbrand in Krakow am See

Großalarm für Krakower Wehren


von Eckhard Rosentreter
23. Januar 2018, 16:30 Uhr – Quelle: https://www.svz.de/18887471 ©2018

Beim Großeinsatz der Feuerwehren bei einem Brand in der Krakower Innenstadt heute früh hat sich ein Feuerwehrmann verletzt, zum Glück nur leicht. Rund ein Dutzend Einsatzfahrzeuge rückte an, als aus einem Wohnhaus auf einem Hof in der Güstrower Straße starker Rauch aufstieg. Gleichzeitig mit den drei Krakower Ortswehren waren wegen der Gefährdungslage die Wehren aus Kuchelmiß, Langhagen und Dobbin-Linstow sowie die Führungsgruppe des Amtes Krakow am See angerückt. Ein Mitarbeiter der Müllabfuhr hatte gegen 6.45 Uhr den Rauch auf der morgendlichen Tour durch den Luftkurort gerochen und die Feuerwehr alarmiert. Glück im Unglück: Da selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, leitete er auch gleich Sofortmaßnahmen zur Räumung des Hauses ein.
Die Hoflage des zweistöckigen Wohnhauses, dessen aus vier Etagen bestehender Anbau von dem Feuer betroffen war, machte dem Maschinisten Stephan Murr das Einrangieren der aus Güstrow heranbeorderten Drehleiter zur Zentimetersache. Doch nur über die Leiter kamen die Trupps direkt an die Quelle des Feuers. Parallel fuhren Kameraden aus Plau am See ihre Drehleiter in der Wilhelm-Pieck-Straße aus, um über die Dächer von der Rückseite zu löschen.
Währenddessen richteten mehrere Atemschutzgeräteträger-Trupps auf dem Dach des Wohnhauses eine Riegelstellung ein, um das unter ihnen liegende Gebäude vor dem Feuer zu schützen. Mit Rettungssägen schufen sie sich den Zugang zu den Glutnestern unter den Dächern des Anbaus. Das sei ihnen auch gelungen, resümierte Einsatzleiter Remo Schmecht erleichtert. Der hatte inzwischen zum Pool der Krakower Atemschutzgeräteträger einen zweiten Pool aus Wehrleuten aus Alt Schwerin, Groß Wokern und Teterow gebildet, um die erschöpften Kameraden abzulösen. Der Anbau dagegen, teils als Wohnung genutzt, in den beiden oberen Etagen zudem Taubenstall für dutzende Rassetiere, bezeichnet Schmecht als Totalschaden. Die Tiere seien verendet.

Insgesamt 80 Feuerwehrleute waren vor Ort, dazu Kräfte der Schnellen Eingreifgruppe des DRK und der Polizei. Gegen Mittag war der Brandt gelöscht. Einsatzleiter Remo Schmecht: „Alle Komponenten haben sehr gut zusammengearbeitet.“ Weitere Personen- und Sachschäden hätten vermieden werden können. Anhaltspunkte für die Brandursache gibt noch nicht. Brandursachenermittler haben ihre Arbeit aufgenommen. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

– Quelle: https://www.svz.de/18887471 ©2018

Foto: Eckhard Rosentreter

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